Reisebericht 23 Panama Drucken E-Mail

Flagge PanamaDer Name Panama ist trotz seines spanischen Klanges ein indianisches Wort, das wahrscheinlich so viel wie „Land der zahlreichen Fische“ bedeutet.

 

Als östlicher Staat Zentralamerikas erstreckt sich Panama zwischen Costa Rica im Nordwesten und Kolumbien im Südosten über eine Länge von 650 km. Es ist an der engsten Stelle – auf Höhe des Kanals zwischen dem Karibischen Meer und dem Golf von Panama – nur gerade 50 km breit. Diese strategisch äusserst interessante Lage an der Kreuzung zahlreicher Handelswege trug massgeblich zur Entwicklung des Landes bei.

Abgesehen vom Kanal hat Panama auch sonst einiges zu bieten. Das wichtigste Finanzzentrum Lateinamerikas besitzt die zweitgrösste Handelsflotte der Welt.

Mehr als die Hälfte der über 3 Millionen Einwohner Panamas leben im Umkreis von 10 km des Kanals, Mestizen und Mulatten machen mit 67% die grösste ethnische Gruppe aus. Der restliche Teil setzt sich aus Schwarzen, Weissen, Indianer und wenigen Asiaten zusammen.


Der Grenzübertritt verläuft soweit ganz gut, bis zu dem einen Zöllner der das Gefühl hat, wir führen detailliert alles auf dem Formular auf was wir mit dabei haben. Adriano gibt es mit der Bemerkung „Casa Rodante“ (Wohnmobil) leer ab, dies passt natürlich dem Beamten nicht und er droht uns, wir müssen den ganzen Inhalt unseres Fahrzeuges auf dem Tisch ausbreiten. Für dies hätten wir eine ganzen Tag gebraucht und noch 5 Tische mehr, wir erledigen es aber wieder mal mit einem USD-Geldschein und der Weiterfahrt steht nichts mehr im Wege.

Unser erstes Ziel, das wir im Land wo es von oben bis unten nach Bananen riecht (aus dem Kinderbuch von Janosch) ist ein Parkfeld vor einem grossen Einkaufszentrum in der Nähe von David.


Am nächsten Tag machen wir uns sofort auf ins Bergdorf Boquete. Die Strasse verläuft fast gerade in das auf 1000 Meter hohe gelegene Dorf hinauf und noch ehe die frische Bergluft in das Auto dringen kann, sieht man das Tal des Rio Caldera vor sich. Die rotfarbenen Hausdächer in den immergrünen, nebelumhüllten Bergen bilden einen farbigen Kontrast in der Landschaft. In dieser fruchtbaren Bergregion gedeihen Gemüse aller Art, Zitrusfrüchte, Zierpflanzen und insbesonders Kaffee hervorragend. So ist es nicht weiter erstaunlicher das der Ruf der Gegend „Terra de las Flores y del Café (das Land der Blumen und des Kaffees) ist. Wir nehmen trotz des Nieselregens einen Augenschein davon und besuchen den „Mi Jardín es Su Jardín“ (Mein Garten ist dein Garten), der uns die äusserst hilfsreiche Señorita im Touristenbüro empfohlen hat, dies ist eine private Garten-Anlage die kostenlos besucht werden darf. Der Pfad führt vorbei an Herbsttrompeten-, Hibiskus- und Bougainvilleasträucher, bis wieder einer der vielen Teiche erscheint in denen die lachsroten Kois herum schwimmen.

Anschliessend setzen wir unsere Besichtigungstour fort und treffen am Oberlaufs des Rio Caldera auf die Ladrillos, eine Gesteinsformation in der grünen Hügellandschaft. Diese sechseckigen Basaltsäulen die an verschiedenen Orten der Welt vorkommen sind immer wieder faszinierend.

Der Rundweg der man gut ihm eigenen Auto vornehmen kann führt auf einer engen Teerstrasse durchs Hinterland von Boquete, wir kommen an Kaffeeplantagen und deren Fabriken vorbei, erblicken am Strassenrand Indianerfrauen die in ihren bunten Gewänder auf den Bus warten. Hier tragen nur noch die Guaymifrauen (Indianer) die traditionelle Kleidung, während ihre Männer westlich in Jeans und Hemd gekleidet sind. Am Ende unseres Rundgangs sehen wir noch, was der Rio Caldera, in seinem tiefen Kiesbett letzten November bei Hochwasser angerichtet hat. Eine massive Betonbrücke ins Dorf wurde weggespühlt, ein angrenzendes Hotel total unterspühlt und so ist anzunehmen, dass die die einfachen Holzbaracken die bereits schon wieder nah am Fluss stehen alle ohne Überbleibsel weggeschwemmt worden sind.


Wir finden in Boquete einen Übernachtungsplatz bei einer Pension, wo wir uns im Garten hinstellen und feiern mit frischen Süssigkeiten und einem costaricanischen Kaffee unser Einjähriges auf Achse sein.


Für den nächsten Tag tauschen wir unsere Sandalen in Gummistiefel um, und gehen zusammen mit dem Schweizer Führer Peter im angrenzenden Nebelwald auf die Suche nach dem äusserst seltenen Quetzal (Vogel). In der Früh nehmen wir zusammen mit anderen Kaffeepflücker das Colectivo (Kleinbus) das uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung bringt. Das Wetter zeigt sich heute von der schönsten Seite, die Sonne wärmt die kühle Morgenluft angenehm auf. Nach einem kurzen Schwatz mit einem befreundeten Indianer, der entlang des Pfades haust wandern wir vorerst noch auf einem breiten Pfad in den Nebelwald hinein. Unterwegs lernen wir wie man sich auch hier ganz gut von der Natur ernähren kann, kleine tomatenähnliche Früchte und Brunnenkresse sind nur zwei Beispiele des leckeren Bushtuckers (Buschessen) die wir zum Frühstück kosten können. Nun stechen wir auf einem schmaleren Pfad in den sumpfigen Wald, diese Pfade werden von den Indianer angelegt und gepflegt den nach nur einer Woche wäre es schwierig den Pfad ohne Machete zu begehen. Auf der Strecke kommen wir an einer imposanten, knallroten Heliconie vorbei die von den wenigen Sonnenstrahlen die durch das Blätterdach fallen erhellt wird. Ausserdem sehen wir dank Peters Hinweis Micro kleine Orchideen am Baumstamm wachsen, stossen auf blaue Ameisen und auf durchsichtige Schmetterlinge die uns um die Ohren flattern. Ein wahrer Traum so ein Nebelwaldgebiet, so nehmen wir auch die zwei kleinen Flussüberquerungen über die moosbewachsenen, rutschigen Steine gerne in Kauf. Nun befinden wir uns sehr nahe an dem ersten Nest des Quetzal, Peter ermahnt uns mucksmäuschenstill zu sein, damit wir den farbenprächtigen Vogel nicht aufschrecken. Tatsächlich sitzt auf dem Ast wenige Meter vor uns ein grosser, farbiger Vogel mit schimmernden langen Schwanzfedern. Ich bin von diesem farbenreichen Vogel wie verzaubert, so dass ich nicht mal ein Foto schiessen kann. Dieser Vogel wurde bei den Mayas und Azteken als Göttervogel verehrt, den seine Federn waren ein Symbol für Macht und dienten dem Aztekenherrscher als Schmuck in seiner Federkrone. Durch die schonungslose Verfolgung durch den Menschen, der es auf seine langen Schwanzfedern abgesehen hat, diese können bis zu einem Meter lang sein, und die Vernichtung der Nebelwälder ist dieser Vogel stark bedroht und äusserst selten anzutreffen.

Nach einem kleinen Imbiss den wir mitten im feuchten Wald einnehmen, wandern wir weiter auf dem schmalen, sumpfigen Trampelpfad zum nächsten Nest das sich in einem abgestorbenen Baumstamm befindet. Das Nest des Quetzals wird zuerst von einem Specht mit seinem harten Schnabel angefertigt, und wenn dann der Specht ausgezogen ist, zieht der Quetzal als quasi Zweitmieter in die vor bearbeitete Nesthöhle ein. Dieser muss dann nur noch mit seinem weicheren Schnabel die Öffnung ein bisschen vergrössern worauf er dieses Nest seins nennen darf. Auch hier werden wir fündig und sehen wie das Männchen, das Weibchen ist wie üblich in der Vogelwelt bräunlich und lange nicht so ansehnlich wie sein Gatte, auf einem Ast vor dem Nest wartet bis er die Jungen mit dem mitgebrachten Futter füttern kann. Leider haben wir aber diesen Vogel aufgeschreckt und er schimpft lautstark und schmeisst als Zeichen seiner Aufregung seine langen Schwanzfedern in nervösen Bewegungen hin und her. Ein Quetzal verrät seine Brutstelle nie, deshalb müssen nun die Kleinen auf die Fütterung warten bis wir ausser Sichtweite sind, erst dann getraut sich das Männchen wieder zum Nest hin. Adriano schiesst aber trotzdem in aller Ruhe seine unikalen Fotos.

Nach 8 Stunden im Nebelwald kehren wir müde aber äusserst glücklich das wir den seltenen Göttervogel Quetzal zu Gesicht bekommen haben nach Boquete zurück und freuen uns auf einen Dusche und normales Schuhwerk.

 

Boquete und die Umgebung hat viel zu bieten, so steht am nächsten Tag der Paradise Garden, eine Auffangstation für verletzte Tiere des Landes auf dem Programm. Ebenfalls bieten sie Plätze für Haustiere an, deren Besitzer nicht mehr klargekommen oder verstorben sind, daher erstaunt es uns nicht, dass viele Papageien, die bekanntlich nicht als die einfachsten Haustiere gelten, sich in den Volieren befinden. Diese Auffangstation ist eine sehr gute Sache, den das ganze Eintrittsgeld wird zur Erhaltung der Tiere eingesetzt und die Mitarbeiter arbeiten hier alle gratis als Volunteers.

Beim Eingang begrüssen wir zuerst mal die verschiedenen Papageien in ihren Käfigen die alle der Chefin persönlich gehören. Danach kommen wir bei den Affen vorbei, doch die zeigen nicht viel Interessen an uns, die Fototasche von Adriano ist logischerweise anziehender, diese versuchen sie mit ihren Händchen durchs Gitter hindurch zu ergreifen. Das überdeckte und begehbare Vogelhaus ist nur schon für sich allein ein kleines Paradies, mit Blumen bepflanzt, einem Zierbrunnen und einer Tropfsteinwand lädt es zum Bleiben ein und die Vögel in aller Ruhe zu beobachten. Wäre da nicht der freche Tukan, kaum setzen wir einen Fuss ins Vogelhaus hüpft er aus dem Gebüsch heraus und geradewegs auf meine Zehen zu. Ich flüchte mich auf die Aussichtsplattform und versuche die kleinen Kolibris zu fotografieren. Es vergehen keine 5 Minuten und schon zupft der kecke Tukan an meiner Handtasche herum die ich auf den Boden gestellt habe, schleunigst verstaue ich meine herumliegenden Sachen bevor diese weg geflogen werden. Auch Adriano hat seine liebe Mühe mit dem wunderschönen aber vorwitzigen Vogel, als er die Wendeltreppe hinunter steigt sitzt der Vogel auf einer der Stufen und macht Angriff auf seine fleischigen Zehen. Natürlich ist der Vogel nicht gefährlich, aber sein grosser harter Schnabel macht uns schon Eindruck.

Von Weitem hören wir bereits schon die Aras kreischen, als wir uns der Voliere nähern verstummen sie und begrüssen uns neugierig. Die Papageien finden auch wieder volles Interesse an der am Hals baumelnden Fototasche und an der Linse des Fotoapparats. Wir plaudern eine Weile mit den grossen Vögel und spazieren dann weiter zu den Raubkatzen. Doch bei denen ist Siesta angesagt, verschlafen schauen uns die Ozeloten kurz an und legen dann ihren Kopf wieder zwischen die Pfoten und schlafen weiter. Da sind die heiteren, australischen Kakadus (weissrosa Papageien) unterhaltsamer, mit höhnischen Lachen und einem krächzenden Hola empfangen sie uns fröhlich. Der eine indonesische Kakadu konnte nicht genug von Adrianos Streicheleinheiten bekommen, wir haben dann bei seinem Steckbrief nachgelesen das er sehnlichst auf eine Weibchen wartet. Diesen Nachmittag in der sagenhaften Gartenanlage mit den vielen glücklichen Tiere hat uns vollends begeistert und wir können diesen kleinen Park nur Wärmstens weiter empfehlen. Mehr Informationen unter www.paradisegardenspanama.com.


Nach einer grösseren Shoppingtour, Panama stellt sich als wahres Einkaufsparadies heraus,

setzen wir unsere Reise fort und fahren weiter auf der sonst guten Panamericana die sich hier aber wie ein Flickteppich aus Teerresten und Schlaglöcher zusammensetzt. Bis wir die Playa Santa Clara erreichen, hier stellen wir uns beim Balneario (Strandbad) unweit vom Strand hin. Da es gerade Sonntagabend ist, herrscht immer noch Hochbetrieb, die Panamaern tummeln sich am Strand herum, trinken literweise Bier und hören ohrenbetäubende Latino Musik. Wir nehmen erstmal ein Bad im Meer und warten bis sich die lärmende Menschenmasse ins Auto setzt und davon rauscht. In der Nacht ist es ruhig und wir haben neben dem Nachtwächter das Strandbad für uns ganz alleine und fallen in einen Tiefschlaf.


Nach dem Meer fahren wir wieder in das kühlere Landesinnern. El Valle de Antón befindet sich auf 600 Meter Höhe und breitet sich am Boden eines ca. 20 km grossen, kreisrunden Kraterkessels aus. Nach der Erlöschung des Vulkans vor vielen Jahrhunderten verwandelte sich der Kraterboden in ein Sumpfgebiet, das trockengelegt und kultiviert wurde. Im Volksmund ist dieses Gebiet als „La Pintada“ bekannt, was von den präkolumbischen Felszeichnungen abgeleitet wird. Was diese Zeichnungen bedeuten, wie alt sie sind oder wer sie hinterlassen hat, all dies sind bis heute noch offenen Fragen.

Zuerst gehen wir wie üblich auf die Suche nach einem geeigneten und sicheren Übernachtungsplatz, dabei kommen wir am kleinen, überdachten Tagesmarkt vorbei. Hier spiegelt sich die Fruchtbarkeit der Gegend ab, Gemüse, tropische Früchte, Kräuter und Zierpflanzen werden hier frisch angepriesen. Dank eines Flyers der wir unter unserem Scheibenwischer entdecken, finden wir beim Althippie Juan der ein Hostel führt einen geeigneten Stellplatz in seinem grossen Garten. Das Hostel wirkt zwar heruntergekommen und ist ein Sammelsurium, doch es hat Duschen und Strom. Am Abend müssen wir wohl oder übel der Katzenmusik der jungen Hippiegäste zuhören, die verstummen aber dann kurz nach Mitternacht und wir können ohne Djembegetrommel friedlich einschlafen.


Bei heftigen Niederschlag fahren wir über eine der grössten Stahlbrücken der Welt, die „Puente de las Américas, die sich wie eine grosse Klammer über den Panamakanal spannt. Wir fahren in Amador zum Jachtklub Bilbao, dieser Platz ist bekannt als Reisetreffpunkt für alle die die Verschiffung nach Südamerika planen. Doch wir werden unerwartet barsch abgewiesen und auf den grossen Parkplatz der sich unmittelbar davor befindet verwiesen. Da wir aber auf dem grossen Parkplatz kein Wasser finden, andere Reisende sehen wir auch weit und breit keine, fragen wir bei einem Fahrradverleih nach ob wir uns hier hinstellen können. Wir können sogar seinen Wasseranschluss und seine Steckdose kostenlos benutzen, sicher ist es auch, da die Polizei hier regelmässig Kontrollen durchführt, es gibt zum Glück noch freundliche Menschen.


Am Donnerstagmorgen setzen wir uns in ein Taxi und fahren in die Stadt zur Barwil Agency, mit dieser Agentur wollen wir unsere Verschiffung nach Kolumbien vornehmen. Leider ist am Morgen die zuständige Person nicht anwesend und wir werden auf den späten Nachmittag vertröstet. Wir rufen wieder ein Taxi und fahren in eine der zahlreichen Shoppingmalls und schlagen dort die 4 Stunden herum. Kurz vor der verabredeten Zeit nehmen wir ein Taxi zurück zur Agentur, der Verkehr hat in Zwischenzeit merklich zugenommen, der ungeduldige Taxifahrer steht entweder auf dem Gas, der Hupe oder auf der Bremse.

Nun ist Evelyn Batista anwesend und wir sitzen eine gute Stunde am runden Tisch und suchen nach einer optimalen Verschiffungsmöglichkeit für unseren Troopy. Das nächste Frachtschiff läuft nächsten Mittwoch aus, wir buchen eine Containerplattform und lassen uns das „Bill of Loading“ ausstellen. Das heisst für uns, dass wir morgen Freitag, spätestens am Montagmorgen den ganzen Papierkram mit dem Zollbüro und der technisches Polizei erledigen müssen. Am Montagnachmittag steht dann das Umpacken auf der Liste, all die teuren Gegenstände müssen in unsere extra angefertigten, abschliessbaren Fächer verstaut werden.

Den Ablauf der Verschiffung werden wir später in der Rubrik Infos und Tipps detailliert aufführen.


Das Wochenende nutzen wir aus, um uns die Miraflores-Schleusen die sich nur wenige Kilometer von Panama City entfernt befinden anzuschauen. Auch um dorthin zu gelangen nehmen wir ein Taxi, die kosten hier wirklich nicht viel und sind das angenehmste Fortbewegungsmittel.

Die besten Chancen, ein Schiff in den Schleusen anzutreffen, ist zwischen 9 und 10 Uhr morgens und 15 und 17 Uhr nachmittags. Die Schleusen bilden zweifellos die technischen Meisterstücke des Kanals, die hohen Stufen dienen aufgrund des grossen Gezeitenunterschieds des Pazifik als Treppen um die Schiffe vom karibischen Meer in den Golf von Panama zu befördern. Die eng bemessenen Kammern lassen die Ozeandampfer mithilfe von starken mechanischen Mulis (Diesellokomotiven) die die Stabilität der Schiffe in den Kammern gewährleisten sicher passieren.

Man muss hierbei noch erwähnen, dass dank dem Einsatz von 75'000 Arbeitern und 387 Mio. Dollar der Kanal nach anfänglichem Fehlschlag der Franzosen um 1914 eröffnet werden konnte. „Big Ditch“, der grosse Graben, ist ein Meisterwerk, das auf einer Länge von 81,6 km den Atlantik mit dem Pazifik verbindet. Das es genügend Wasser für die Schleusen hat, ungefähr 197 Mio. Liter für jede Durchfahrt pro Schiff, wurde der Gatun-See der in den Kanal mündet als künstliches Wasserreservoir angelegt. Dieser See ist durch den Bau eines riesigen Staudammes am Rio Chagres entstanden, für diesen Zweck mussten hunderte km² Hügelland überflutet werden.


Wir stehen also auf der Plattform und schauen zu wie ein japanisches Kreuzschiff in die Schleusen fährt. Die euphorischen Passagiere stehen insgesamt der Küchencrew auf Deck und winkten uns unaufhörlich zu, sogar die japanische Flaggen haben sie ans Reeling gehängt. Heute benötigt ein Schiff um den Kanal mit den drei Schleusen Miraflores, San-Pedro und Gatún zu passieren ohne Wartezeit eingerechnet 8-9 Stunden. Früher hätten die japanischen Passagiere für diese Kreuzfahrt mehrere Wochen gebraucht und um das berüchtigte Kap Hoorn fahren müssen. Ich glaube, sie wären dann nicht mehr so gut gelaunt auf Deck gestanden und viel von dem leckeren Sushi auch nicht mehr im Magen geblieben.

Wir schlendern noch durch die Ausstellung und sehen uns den 20min Film über den Panamakanal an. Hier erfahren wir das bereits schon mit den Bauarbeiten für eine zusätzliche Fahrrinne und grösseren, Wasser sparsameren Schleusen begonnen worden ist. Im Jahre 2015 soll dann das Bauprojekt abgeschlossen sein und ermöglicht grossen Containerschiffen die Durchfahrt.

Hier geht es zu den Fotos


 

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Von Alaska nach Feuerland, Powered by Joomla!